Juki - Farm
Kinder und Jugendfarm

 

Richtig fertig ist die JuKi-Farm nie

 

 

Offenbach-Post 09.05.17

 

Langen - Seit September hat sich bei der Jugend- und Kinderfarm viel getan: Nach dem Umzug von der Elisabeth-Selbert-Allee zum neuen, nur 600 Meter Luftlinie entfernten Gelände in der verlängerten Nordendstraße haben sich Verein und Besucher dort eingerichtet. Von Sina Gebhardt 

Es ist zwar kein kompletter Neuanfang, aber doch ein Neustart für die Jugend- und Kinderfarm. Auf dem Wiesengrundstück gibt es noch viel zu tun, aber der Betrieb wurde schnell wieder aufgenommen – und an dem „Abenteuerspielplatz“ erfreuen sich täglich die Kinder. „Es war ein unglaublicher Kraftakt“, resümiert Vereinsvorsitzende Karin Eberhardt erschöpft, aber sichtlich zufrieden. Container wurden umgesetzt, Tonnen von Steinen und kistenweise Spielzeug und Gerätschaften transportiert und natürlich die Tiere umgesiedelt. Dank vieler Helfer ging der Umzug zügig voran, auch wenn er längst noch nicht abgeschlossen ist: Noch immer werden Pflanzen vom alten Grundstück, das die JuKi-Farm wegen des Neubaugebiets Elisabeth-Selbert-Allee Nord verlassen musste, zum neuen Domizil geholt.

Mit seinen 3000 Quadratmetern ist das neue Vereinsgelände zwar deutlich kleiner als das bisherige, 5000 Quadratmeter umfassende Grundstück, doch dank des derzeit vorgelagerten Bolzplatzes gebe es keine Platzprobleme. „Wenn die Umlegung des Gebiets fertig ist, bekommen wir das Nachbargrundstück dazu“, so Eberhardt mit Blick auf die Entwicklung im künftigen Wohngebiet Liebigstraße. Damit wird sich die JuKi-Farm dann auf insgesamt 6000 Quadratmeter vergrößern.

Vorsitzende Karin Eberhardt (Mitte) und ihre Mitstreiter vom Betreiberverein der JuKi-Farm sind voller Elan auf dem neuen Gelände an der Nordendstraße gestartet. © Strohfeldt

Doch auch so kann sich die neue Anlage schon sehen lassen: In der einen Ecke lockt der Rodelhügel, in der anderen der provisorische Sandkasten, dem zurzeit noch die Holzumrandung fehlt und der zudem noch ein Sonnensegel als Schattenspender bekommen soll. Die Slackline ist gespannt, die Feuerstelle betriebsbereit, die beliebten Seifenkisten warten geduldig auf ihre Fahrer und die „Elternecke“ ist ebenfalls bereits vorhanden – „und stark frequentiert“, so Karin Eberhardt.

Eine positive Bilanz kann der 2002 gegründete Förderverein schon jetzt ziehen, denn man hat aus den Fehlern von damals gelernt: „Wir haben viele Dinge bewusst anders gemacht als bei der ersten Farm. Damals mussten wir möglichst schnell in die Gänge kommen“, erklärt Anke Hergenröther. Die Bauwagen wurden nun sinnvoll in U-Form gestellt, sodass zwischen ihnen eine Bühne mit Überdachung gebaut werden kann. Und besonders der neue Kleintierstall, gestiftet und gebaut von der Firma Salco, sei eine deutliche Verbesserung, wie das Vorstandsmitglied berichtet. Denn dem alten Holzstall haben Wind und Wetter ordentlich zugesetzt.

Dass den Tieren selbst der RHD2-Virus zusetzte, war für den Verein ein schwerer Schlag, denn bis auf drei sind alle Hasen gestorben. „Inzwischen wurden uns neue Kaninchen geschenkt und eines davon war trächtig und hat vier kleine Häschen bekommen“, kann Eberhardt aber Erfreuliches vermelden. Zusammen mit den gerade mal zwei Wochen alten Babys fühlen sich nun wieder elf Hasen sowie die Meerschweinchen in ihrem neuen Zuhause – nun aus festen Steinen und mit richtiger Bodenplatte – wohl. Und können sich künftig auch in einem Außengehege, das noch in Arbeit ist, austoben. Zudem soll es auf der Farm bald auch Hühner oder Laufenten geben.

Eltern und Kinder haben sich schnell an die neue Lage gewöhnt und die ersten Anfragen zur Nutzung der Farm für Klassenfeste und Geburtstagsfeiern seien schon eingegangen. Auch der Verein selbst ist fleißig an der Planung der Feste für dieses Jahr. Als Nächstes stehen noch der Bau der Holzhütten, das Anlegen des Barfußpfades sowie von Steinwegen an. Doch dann müsste der Umzug eigentlich langsam abgeschlossen sein, oder? „Wirklich fertig ist man nie“, lacht Eberhardt, wohl wissend, dass es eben immer etwas zu tun gibt.